BraveHeartBattle 2019 in Steinach/Thüringen – be brave - go hard

Nicht nur Mel Gibson hatte im Blockbuster von 1995 ein mutiges Herz im gleichnamigen Film Brave Heart, als er den Kampf mit den Engländern in Schottland aufnahm. Nein, auch über 800 mutige – oder besser ausgedrückt – verrückte Frauen und Männer in Steinnach bei feinstem schottischem Wetter – also trübe 9°C. Auf den beiden Distanzen 10 km (Rookie) und 20 km (Original) mit jeweils 750 hm und 1500 hm wurde die Ski-Arena Silbersattel am 24.03.2019 zum Kampfgebiet gegen die Elemente, die Höhenmeter und gegen sich selbst.

Braveheart-Battle

In der ersten Neuauflage dieses Events und das erste Mal in Steinnach ist dieser Extrem-Geländelauf mit 24 Hindernissen eine Herausforderung, die ihre überragendste Besonderheit in der Überwindung der Höhenmeter hat.

Im Massenstart ging es zur ersten Wertung KILL HILL. Alle Kämpfer mussten das Ende Skipiste auf 100 hm erstmalig bezwingen. Mit einer Zeit vom 4:00 min belegt Michael Siegel den Platz 20 in der Sonderwertung. Danach ging es aufwärts und abwärts und aufwärts und abwärts und wieder aufwärts und mal wieder abwärts solang bis alle Kämpfer den Start der vereisten und verschneiten Piste erreicht hatten. Zwischenzeitlich wurden die Ski- und Snowboard-Schanzen entgegengesetzt überwunden.

Beim Abstieg der Skipiste gab es eine ausgewöhnliche und plötzliche Überraschung. Nachdem ein Slalom-Schnee-Kanal durchrannt wurde, warteten zwei Schneekanonen auf die Teilnehmer. Eiskaltes und vernebeltes Wasser gemischt mit einer Windgeschwindigkeit in gefühlter Orkanstärke brachten die Teilnehmer an eine weitere physische und psychische Grenze.

Unter dem Jubel der zahlreichen Zuschauer entlang der Strecke wurden wir in das Stadion Steinach zurückgeleitet. Hier warteten noch zahlreiche kleine und große Hindernisse. Schrottcontainer mit Wasser, Reifenstapel, Hinderniswände und Schrottautos, unterschiedliche Kletter- und Hangel-Stecken, sowie Sandgruben und Schlammlöcher machten das Event zu einer tollen Erlebnis.

Das zweite Highlight war – nach der Strecke inklusive aller Höhenmeter – das Wasserbad. Bei 8°C mussten mehrere Baumstämme und Fässer durchtaucht und überwunden werden auf 2x 20m. Bei bis zu 3m Wassertiefe eine extreme psychische Herausforderung der nicht alle Sportler gewachsen waren. Krämpfe in den Beinen und Erschöpfung durch die Belastungen zwangen viele dazu dieses Hindernis zu umlaufen.

Mit Platz 14 von 269 Starten der 10 km Distanz bei den Männern und Platz 6 von 61 in der Altersklasse M30 kam Michael Siegel mit 1:41:16 h ins Ziel.

Insgesamt war es eine außergewöhnliche und gut organisierte Veranstaltung mit genügend Verpflegungsstationen die auch 2020 wieder die Reise wert ist.